Viele Reisende vergessen die Schönheit Kaliforniens auch unter der Wasseroberfläche zu suchen. Auch wenn hier nur eine kleine 5 Megapixel Knipse mit automatischer Videofunktion zum Einsatz kam, was die mangelhafte Auflösung erklärt, kann man doch ein paar Eindrücke dieser atemberaubenden pazifischen Unterwasserwelt gewinnen.
Ein besonders schönes Plätzchen das zu tun, ist gar nicht weit vom tobenden Leben in Greater Los Angeles entfernt. Auf der nur 35 Kilometer entfernten Insel Santa Catalina ist Schluss mit der Glitzerwelt Hollywoods, Megastaus und Superstars sind nicht existent. Dafür gibt es auf der felsige Insel im Pazifik etwas, die es an der gesamten kalifornischen Küste en masse gibt – der Kelp.
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Diese Braunalgen wachsen bis zu 30 cm am Tag und können eine Länge von 30 bis 60 Meter Länge erreichen. Und der Riesenkelp wächst hauptsächlich vor der kalifornischen Küste.
Zwar gibt es auch in Südafrika und Neuseeland Kelpwälder, aber diese entwickeln bei weitem nicht die Größe. Lange Wedel, zwischen denen sich die kugelförmigen Auftriebskörper befinden, bewirken, dass der Kelp zu wahren Wäldern anwächst. Ist das Tauchen im Kelp an sich schon eine spannende Angelegenheit, bei der ein Messer zur Standardausstattung gehört, tummelt sich hier auch allerlei Leben.
Tauchen im Kelp ist wie Spazieren durch einen Märchenwald. Lichtungen und enge Passagen wechseln sich ab, man weiß nie, was einen hinter der nächsten Ecke erwartet. Ob ruhende Haie im Miniformat oder der Giant Sea Bass, eine Art überdimensionierter Monster-Barsch.
„Wenn ihr etwas da unten seht, das größer ist als ihr selbst, dann ist es sicherlich ein Giant Sea Bass“, hört man vor jedem Tauchgang. Robben toben durch das verzweigte Geäst. Selbstverständlich sind auch Muränen, Krabben und allerlei andere „normale“ Meeresbewohner anzutreffen. Nur größere Haie wagen sich nicht in das undurchdringlich wirkende Gestrüpp.
Der einzige wirkliche Nachteil für Taucher besteht darin, dass sich der Kelp nur bei Temperaturen unter 20 Grad Celsius so richtig gut entwickelt. In diesem Jahr, wo Mitteleuropa unter einer einzigen Hitzeglocke zu liegen scheint, ist es auch im südlichen Kalifornien erstaunlich kalt.
Gut für den Kelp und alle Taucher, die sich für einen Trockentauchanzug entschieden haben. Alle anderen müssen frieren. Aber dafür wird man mit beeindruckenden Tauchgängen belohnt. [Video]

